Wird in einer selbständigen Familienstreitsache außer im Fall des § 335 der Zivilprozessordnung durch Verschulden eines Beteiligten oder seines Vertreters die Vertagung einer mündlichen Verhandlung oder die Anberaumung eines neuen Termins zur mündlichen Verhandlung nötig oder ist die Erledigung des Verfahrens durch nachträgliches Vorbringen von Angriffs- oder Verteidigungsmitteln, Beweismitteln oder Beweiseinreden, die früher vorgebracht werden konnten, verzögert worden, kann das Gericht dem Beteiligten von Amts wegen eine besondere Gebühr mit einem Gebührensatz von 1,0 auferlegen. Die Gebühr kann bis auf einen Gebührensatz von 0,3 ermäßigt werden. Dem Antragsteller, dem Antragsgegner oder dem Vertreter stehen der Nebenintervenient und sein Vertreter gleich.
FamGKG · Gesetz über Gerichtskosten in Familiensachen
§ 32 FamGKG – Verzögerung des Verfahrens
Amtliche Fassung, Stand 08.12.2025.
Verweise
Vorschriften, die auf § 32 FamGKG verweisen
- § 60 FamGKG – Beschwerde gegen die Auferlegung einer Verzögerungsgebühr
- Anlage 1 FamGKG – (zu § 3 Abs. 2) Kostenverzeichnis
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