Zum Inhalt springen
Zitierfest

Rechtsprechung · Bundesgerichtshof

BGH, Beschluss vom 24.02.2026 – 5 StR 643/25

Spruchkörper
5. Strafsenat
ECLI
ECLI:DE:BGH:2026:240226B5STR643.25.0

Tenor

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 4. Juli 2025 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass in den Fällen 1 bis 3, 5, 9, 12, 18 bis 20, 22, 23, 27, 28, 30, 31, 33 bis 35 und 40 bis 42 der Urteilsgründe jeweils eine Einzelstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten festgesetzt ist.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Gründe

Randnummer 1

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in 50 Fällen jeweils in Tateinheit mit bandenmäßigem Handeltreiben mit Cannabis zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt und eine Einziehungsentscheidung getroffen. Die auf die Sachrüge gestützte Revision des Angeklagten hat den aus der Beschlussformel ersichtlichen geringfügigen Erfolg; im Übrigen ist sie offensichtlich unbegründet (§ 349 Abs. 2 StPO).

Randnummer 2

1. Die Überprüfung des Schuldspruchs hat keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben.

Randnummer 3

2. In den Fällen 1 bis 3, 5, 9, 12, 18 bis 20, 22, 23, 27, 28, 30, 31, 33 bis 35 und 40 bis 42 der Urteilsgründe hält der Strafausspruch sachlich-rechtlicher Nachprüfung nicht stand.

Randnummer 4

Die Bemessung der Einzelstrafen von jeweils zwei Jahren, fünf Monaten und zwei Wochen steht nicht in Einklang mit § 39 StGB (vgl. Antragsschrift des Generalbundesanwalts).

Randnummer 5

Der Senat ändert den Strafausspruch insoweit und setzt die verhängten Einzelstrafen – der tatrichterlichen Strafzumessung für die Fälle mit etwas geringerem Schuldumfang folgend – auf Antrag des Generalbundesanwalts gemäß § 354 Abs. 1a Satz 2 StPO auf zwei Jahre und fünf Monate herab, weil dies angemessen ist. Die Gesamtstrafe von drei Jahren bleibt davon unberührt (entsprechend § 354 Abs. 1 StPO). Angesichts der Vielzahl der Einzelstrafen von jeweils mehr als zwei Jahren kann der Senat ausschließen, dass das Landgericht auf eine noch niedrigere Gesamtfreiheitsstrafe erkannt hätte.

Gericke Köhler Resch

von Häfen Werner

Zitierte Vorschriften

Amtliche Veröffentlichung der Entscheidung Leitsätze des Gerichts, keine Leitsätze oder Anmerkungen von Verlagen.

In Ihrer KI nachschlagen

Mit Zitierfest zitiert Ihre KI Entscheidungen im amtlichen Wortlaut, nicht aus dem Gedächtnis. Zum Beispiel:

„Was hat BGH in 5 StR 643/25 entschieden?“

Zitierfest in Ihrer KI einrichten