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Zitierfest

WHG · Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts

§ 48 WHG – Reinhaltung des Grundwassers

Amtliche Fassung, Stand 22.07.2026.

(1) Eine Erlaubnis für das Einbringen und Einleiten von Stoffen in das Grundwasser darf nur erteilt werden, wenn eine nachteilige Veränderung der Wasserbeschaffenheit nicht zu besorgen ist. Durch Rechtsverordnung nach § 23 Absatz 1 Nummer 3 kann auch festgelegt werden, unter welchen Voraussetzungen die Anforderung nach Satz 1, insbesondere im Hinblick auf die Begrenzung des Eintrags von Schadstoffen, als erfüllt gilt. Die Verordnung bedarf der Zustimmung des Bundestages. Die Zustimmung gilt als erteilt, wenn der Bundestag nicht innerhalb von drei Sitzungswochen nach Eingang der Vorlage der Bundesregierung die Zustimmung verweigert hat.

(2) Stoffe dürfen nur so gelagert oder abgelagert werden, dass eine nachteilige Veränderung der Grundwasserbeschaffenheit nicht zu besorgen ist. Das Gleiche gilt für das Befördern von Flüssigkeiten und Gasen durch Rohrleitungen. Absatz 1 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend.

Verweise

Vorschriften, die auf § 48 WHG verweisen

  • § 23 WHG – Rechtsverordnungen zur Gewässerbewirtschaftung
  • § 103 WHG – Bußgeldvorschriften

Rechtsprechung zu § 48 WHG

4 Entscheidungen zitieren § 48 WHG: zuerst mit der Vorschrift im Leitsatz, dann in der Normenkette, häufig zitierte und neueste vorn.

  • BayVGH, Urt. v. 16.04.2026 – 22 A 25.40080 · 22. Senat

    Leitsatz: Eine pauschale Reduktion der für die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch die Errichtung von Windenergieanlagen zu leistenden Ersatzzahlung um 75% für den Fall, dass sich die Anlagenstandorte in einem durch Regionalplan ausgewiesenen Vorrang- oder Vorbehaltsgebiet für Windenergie befinden, ist nicht vereinbar mit dem für die Bemessung der Ersatzzahlung nach § 15 Abs. 6 Satz 3 BNatSchG …
  • BVerwG, Beschl. v. 28.06.2019 – 7 B 26/18 · 7. Senat

    Heranziehung zu Kosten einer Gewässersanierung

  • BayVGH, Beschl. v. 21.08.2026 – 9 CS 26.791 · 9. Senat

    Abgrabungsgenehmigung, Geplanter Sandabbau im Trockenverfahren, Eilantrag eines Fernwasserzweckverband, Rücksichtnahmegebot, Wahl des „richtigen“ Genehmigungsverfahrens, Wasserwirtschaftsamt als amtlicher Sachverständiger, Gefährdung der Wasserwirtschaft (verneint), Grundwasserschutz …

  • BayVGH, Urt. v. 03.08.2026 – 22 A 24.40030 · 22. Senat

    Verbandsklage gegen die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von zwei Windenergieanlagen, Unionsrechtswidrigkeit der Regelungen zur UVP-Pflicht für Windenergieanlagen (verneint), Begriff der Windfarm nach dem UVPG, Tötungsverbot bzgl. Fledermäusen (Cut-in-Geschwindigkeit für …

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