Rechtsprechung · OVG NRW
OVG NRW, Beschluss vom 10.07.2026 – 10 A 1530/26.A
- Spruchkörper
- 10. Senat
- ECLI
- ECLI:DE:OVGNRW:2026:0710.10A1530.26A.00
Tenor
Der Antrag wird abgelehnt.
Die Klägerin trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.
Gründe
Der Antrag auf Zulassung der Berufung hat keinen Erfolg.
Aus dem Vorbringen der Klägerin ergibt sich nicht, dass einer der in § 78 Abs. 3
AsylG aufgeführten Zulassungsgründe vorliegt. Es beschränkt sich auf den Vortrag, dem Antrag dürfe stattzugeben sein, da ihre gesamte Familie in Deutschland lebe und auch die Situation im Libanon dergestalt sei, dass eine junge Frau in ihrem Alter nicht ohne Gefahren in den Libanon reisen könne. Damit macht die Klägerin der Sache nach ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung geltend. Hierbei handelt es sich nach der gegenüber § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO vorrangigen und abschließenden Regelung des § 78 Abs. 3 AsylG im Asylklageverfahren jedoch nicht um einen Berufungszulassungsgrund.
Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 80 AsylG).
Zitierte Vorschriften
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