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Rechtsprechung · OVG Berlin-Brandenburg

OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 14.06.2019 – OVG 3 L 91.19

Auffangwert bei Streit um eine Niederlassungserlaubnis
Spruchkörper
3. Senat
ECLI
ECLI:DE:OVGBEBB:2019:0614.3L91.19.00
Normenkette
§ 52 Abs. 2 GKG 2004, § 28 AufenthG 2004

Orientierungssatz

In Verfahren, die eine Niederlassungserlaubnis zum Gegenstand haben, ist der Streitwert mit dem Auffangwert von 5.000,00 Euro gemäß § 52 Abs. 2 GKG zu bestimmen.(Rn.2)

Tenor

Die Beschwerde gegen die Streitwertfestsetzung in dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin vom 18. Februar 2019 wird zurückgewiesen.

Das Beschwerdeverfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet.

Gründe

Randnummer 1

Die gemäß § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG zulässige und aus eigenem anwaltlichem Recht (vgl. § 32 Abs. 2 RVG) eingelegte Streitwertbeschwerde ist unbegründet. Das Verwaltungsgericht hat den Streitwert zu Recht auf 5.000,00 EUR festgesetzt.

Randnummer 2

Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats ist in Verfahren, die eine Niederlassungserlaubnis zum Gegenstand haben, der Streitwert der Empfehlung von Nr. 8.1 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2013 (NVwZ-Beilage 2013, 58) entsprechend mit dem Auffangwert von 5.000,00 Euro gemäß § 52 Abs. 2 GKG zu bestimmen (vgl. Beschlüsse vom 19. Dezember 2012 OVG 3 N 213.12 -, vom 19. Dezember 2012 OVG 3 N 214.12 -, vom 21. Dezember 2012 OVG 3 N 211.12 -, vom 28. Oktober 2016 OVG 3 B 16.16 -, vom 25. April 2017 OVG 3 N 72.16 -, vom 21. Juni 2017 OVG 3 N 72.17 sowie vom 2. Juli 2018 OVG 3 N 151.17 -). Dies wird auch in der weiteren obergerichtlichen Rechtsprechung so vertreten (vgl. VGH München, Urteil vom 5. August 2015 10 B 15.429 juris Rn. 32; Beschluss vom 7. Dezember 2015 19 ZB 14.2293 juris Rn. 14; Beschluss vom 7. März 2016 10 ZB 14.822 juris Rn. 14; VGH Kassel, Beschluss vom 24. Mai 2016 6 A 2732/15 juris Rn. 32; s. auch zu Eilverfahren: OVG Münster, Beschluss vom 2. September 2016 18 B 791/16 juris Rn. 21; OVG Berlin-Brandenburg, Beschuss vom 12. April 2017 OVG 11 S 6.17 juris Rn. 6; VGH München, Beschluss vom 17. Mai 2017 19 CS 17.37 juris Rn. 14; OVG Bautzen, Beschluss vom 9. April 2018 3 B 34/18 juris Rn. 20).

Randnummer 3

Soweit der VGH Mannheim (vgl. Beschlüsse vom 25. Mai 2016 11 C 2480/15 juris Rn. 5 und vom 7. November 2018 11 S 2018/18 juris Rn. 32) einen hiervon abweichenden Standpunkt vertritt, gibt dies angesichts der im Interesse der Rechtssicherheit und der Gleichbehandlung gebotenen weitgehenden Schematisierung und Pauschalierung der Wertbemessung für gleichartige Streitigkeiten (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. September 2015 9 KSt 2.15 juris Rn. 4; Dörndorfer, in: Binz/Dörndorfer/Zimmermann, GKG, 4. Aufl. 2019, § 52 Rn. 5) keinen Anlass zu einer Neubewertung.

Randnummer 4

Die Kostenentscheidung beruht auf § 68 Abs. 3 GKG.

Randnummer 5

Die vorstehenden Entscheidungen sind gemäß § 68 Abs. 1 Satz 5 i.V.m. § 66 Abs. 6 Satz 1 GKG durch den Einzelrichter zu treffen, weil die angefochtene Entscheidung von einem Einzelrichter erlassen worden ist und der Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung zukommt (§ 66 Abs. 6 Satz 2 GKG).

Randnummer 6

Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 68 Abs. 1 Satz 5 i.V.m. § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG).

Zitierte Vorschriften

Wortlaut aus der amtlichen Veröffentlichung des Gerichts. Leitsätze des Gerichts, keine Leitsätze oder Anmerkungen von Verlagen.

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