Rechtsprechung · Bundesverwaltungsgericht
BVerwG, Beschluss vom 11.06.2002 – 1 B 185.02
- Spruchkörper
- 1. Senat
- ECLI
- ECLI:DE:BVerwG:2002:110602B1B185.02.0
Tenor
1. Der Antrag des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für das Beschwerdeverfahren wird abgelehnt.
2. Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 11. März 2002 wird verworfen.
3. Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.
Gründe
Die Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache setzt voraus, dass eine klärungsfähige und klärungsbedürftige R e c h t s frage aufgeworfen wird. Eine solche lässt sich der Beschwerde nicht entnehmen. Die Fragen,
- ob aus dem Ausland zurückkehrende tamilische Volkszugehörige nach den veränderten politischen Verhältnissen nach der am 5.12.2001 durchgeführten Parlamentswahl in Sri Lanka Verhaftung wegen des Verstoßes gegen den "Emmigration and Immigration Act" zu befürchten haben,
- ob sie, wenn sie wegen eines Verstoßes gegen den "Emmigration and Immigration Act" inhaftiert sind, mit Langzeithaft und in der Haft mit Folter zu rechnen haben,
- ob und wie im Hinblick auf die Friedensgespräche die alsylerhebliche Situation in Sri Lanka ab April/Mai 2002 zu bewerten ist,
sind keine Rechtsfragen, sondern zielen auf die Klärung der tatsächlichen politischen Verhältnisse in Sri Lanka, die den Tatsachengerichten vorbehalten ist. Die Zulassung der Revision kann damit nicht erreicht werden.
Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Gerichtskosten werden gemäß § 83 b Abs. 1 AsylVfG nicht erhoben. Der Gegenstandswert ergibt sich aus § 83 b Abs. 2 AsylVfG.
Zitierte Vorschriften
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