(1) Zweck des Jüdischen Museums München ist die Förderung der Kunst, der Kultur und der Heimatpflege. Diese Zwecke werden insbesondere erfüllt durch das Vorhalten der in § 1 genannten Einrichtung, durch die Pflege und Präsentation von kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen, deren Ausbau, Erforschung und Dokumentation, durch Künstler*innenförderung, durch eine Dauerausstellung, wechselnde Sonderausstellungen, den dazugehörigen Rahmenveranstaltungen, dem Herstellen begleitender Publikationen und Mediaguides sowie durch sonstige Vermittlungs- und Veranstaltungsformate.
(2) Zur Erfüllung des in Absatz 1 genannten Zweckes werden folgende Maßgaben beachtet:
- a) Das Jüdische Museum München steht in einem baulichen Zusammenhang mit den Gebäuden
des jüdischen Gemeindezentrums und der Synagoge. Gleichzeitig ist seine Eigenständigkeit als städtisches Museum deutlich erkennbar;
- b) Das Jüdische Museum München ist ein säkulares Museum;
- c) Das Jüdische Museum München ist ein Ort für offene Auseinandersetzungen um jüdische Geschichte, Kunst und Kultur. Es spiegelt zudem die gesamte Vielfalt jüdischer Geschichte und Kultur - einschließlich der aktuellen Situation jüdischer Kultur, jüdischen Lebens und jüdischer Kunst - wider;
- d) Das Jüdische Museum München fördert auch die Forschung zur jüdischen Geschichte, Kunst und Kultur;
- e) Es wird darauf geachtet, dass in den Präsentationen des Museums keinesfalls der Stereotypisierung jüdischer Lebensformen, jüdischer Geschichte und jüdischer Identität Vorschub geleistet wird;
- f) Das Museum richtet sich nicht an eine bestimmte Zielgruppe. Es ist für Münchner*innen, Gäste aus dem In- und Ausland, für Schüler*innen, Juden und Nicht-Juden gedacht. Das Publikum ist nicht homogen.