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Rechtsprechung · Bundesverwaltungsgericht

BVerwG, Beschluss vom 14.01.2009 – 6 B 101.08

Spruchkörper
6. Senat
ECLI
ECLI:DE:BVerwG:2009:140109B6B101.08.0

Tenor

1. Die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs über die Nichtzulassung der Revision gegen sein Urteil vom 15. Juli 2008 wird aufgehoben, soweit der Verwaltungsgerichtshof der Berufung des Klägers stattgegeben hat.

2. Die Revision wird insoweit zugelassen.

3. Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung der Hauptsache.

Gründe

Randnummer 1

Die Beschwerde ist begründet. Der Rechtssache kommt in dem in der Beschlussformel bezeichneten Umfang grundsätzliche Bedeutung im Sinne von § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zu. Das Revisionsverfahren kann zur Klärung der Fragen beitragen, ob die bloße Anwesenheit entsandter Polizeibeamter bei einer Versammlung in geschlossenen Räumen, ohne dass es zu weiteren Maßnahmen kommt, einen Eingriff in das durch Art. 8 Abs. 1 GG gewährleistete Grundrecht der Versammlungsfreiheit darstellt und - sollte dies der Fall sein - ob § 12 VersG eine Befugnis begründet, die die Anwesenheit der Polizeibeamten rechtfertigen kann.

Rechtsmittelbelehrung

Das Beschwerdeverfahren wird als Revisionsverfahren unter dem Aktenzeichen BVerwG 6 C 2.09 fortgesetzt; der Einlegung einer Revision durch den Beschwerdeführer bedarf es nicht.

Die Revision ist innerhalb eines Monats nach Zustellung dieses Beschlusses zu begründen. Die Begründung ist bei dem Bundesverwaltungsgericht, Simsonplatz 1, 04107 Leipzig, schriftlich oder in elektronischer Form (Verordnung vom 26. November 2004, BGBl I S. 3091) einzureichen.

Für die Beteiligten besteht Vertretungszwang; dies gilt auch für die Begründung der Revision. Die Beteiligten müssen sich durch einen Rechtsanwalt oder einen Rechtslehrer an einer deutschen Hochschule im Sinne des Hochschulrahmengesetzes mit Befähigung zum Richteramt als Bevollmächtigten vertreten lassen. Behörden und juristische Personen des öffentlichen Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse können sich durch eigene Beschäftigte mit Befähigung zum Richteramt einschließlich Diplomjuristen im höheren Verwaltungsdienst oder durch Beschäftigte mit Befähigung zum Richteramt einschließlich Diplomjuristen im höheren Verwaltungsdienst anderer Behörden oder juristischer Personen des öffentlichen Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse vertreten lassen.

Zitierte Vorschriften

Außerdem: § 12 VersammlG

Wortlaut aus der amtlichen Veröffentlichung des Gerichts. Leitsätze des Gerichts, keine Leitsätze oder Anmerkungen von Verlagen.

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