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Zitierfest

Rechtsprechung · Bundesverwaltungsgericht

BVerwG, Urteil vom 20.10.2005 – 5 C 8.05

Spruchkörper
5. Senat
Fundstelle
BVerwGE 124, 268
ECLI
ECLI:DE:BVerwG:2005:201005U5C8.05.0

Leitsatz

1. Für eine Anspruchseinbürgerung nach § 10 StAG "ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache" i.S.d. § 11 StAG erfordern neben mündlichen grundsätzlich auch gewisse schriftliche Kenntnisse der deutschen Sprache.

2. Der Einbürgerungsbewerber muss sich nicht eigenhändig schriftlich ausdrücken können.

3. Ein Einbürgerungsbewerber, der selbst nicht deutsch schreiben kann, muss deutschsprachige Texte des täglichen Lebens lesen und diktieren sowie das von Dritten mit technischen Hilfsmitteln Geschriebene auf seine Richtigkeit überprüfen und so die schriftliche Äußerung als seine "tragen" können.

Tenor

1. Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 12. Januar 2005 wird aufgehoben, soweit der Berufung der Beklagten stattgegeben worden ist. Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart vom 22. Juli 2003 wird auch insoweit zurückgewiesen.

2. Die Anschlussrevision der Beklagten wird zurückgewiesen.

3. Die Beklagte trägt die Kosten des Berufungs- und des Revisionsverfahrens.

Gründe

I / II / I / II

Zitierte Vorschriften

Wortlaut aus der amtlichen Veröffentlichung des Gerichts. Leitsätze des Gerichts, keine Leitsätze oder Anmerkungen von Verlagen.

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